Vacuum Casting in der mobilen Robotik – stabile Leichtbauteile mit integriertem Mehrwert

In der mobilen Robotik werden Bauteile benötigt, die leicht, robust und präzise gefertigt sind. Gleichzeitig müssen sie sich schnell anpassen lassen, besonders in der Prototypenphase oder bei kleinen Serien.

Das Vacuum Casting (Vakuumguss) bietet hier eine ideale Lösung: ein flexibles Verfahren, das funktionale, hochwertige Bauteile mit integriertem Mehrwert ermöglicht.


Was ist Vacuum Casting?


Beim Vacuum Casting wird zunächst ein 3D-gedrucktes Urmodell erstellt, das als Vorlage für eine Silikonform dient. In diese Form wird anschließend ein flüssiges Polyurethanharz (PU) unter Vakuum gegossen.

Das Vakuum sorgt

Dafür, dass keine Lufteinschlüsse entstehen und das Material gleichmäßig verteilt wird. Das Ergebnis sind präzise, detailgetreue Bauteile mit sehr guter Oberflächenqualität. Je nach Material lässt sich eine große Bandbreite an Eigenschaften erzielen – von weich und gummiartig bis hin zu hart und formstabil. Dadurch eignet sich Vacuum Casting für viele verschiedene Anwendungen in der mobilen Robotik, von flexiblen Dichtungen bis zu stabilen Gehäuseteilen.

Integrierte Verstärkung und Funktionalität


Ein entscheidender Vorteil des Vakuumgusses liegt in der Möglichkeit, Bauteile direkt beim Gießen zu verstärken.

Während des Prozesses können Metallplatten, Schrauben oder Magnete in das Bauteil eingebettet werden. Diese integrierten Elemente erhöhen die Stabilität oder erweitern die Funktion, beispielsweise für magnetische Abdeckungen, verschraubbare Halterungen oder zusätzliche Befestigungspunkte.

So entstehen funktionsintegrierte Komponenten, die nicht nur leicht und robust, sondern auch montagefreundlich sind. Der zusätzliche Arbeitsschritt der Nachmontage entfällt und das Bauteil kommt direkt einsatzbereit aus der Form.


Wirtschaftliche Vorteile bei Kleinserien


Auch wirtschaftlich überzeugt Vacuum Casting.

Ab einer gewissen Stückzahl ist das Verfahren kostengünstiger als 3D-Druck, gleichzeitig aber wesentlich flexibler und schneller als Spritzguss.
Das macht den Vakuumguss besonders interessant für Pilotserien, Prototypen und Kleinserienproduktionen in der mobilen Robotik, bei denen es auf Anpassungsfähigkeit, Qualität und kurze Lieferzeiten ankommt.


Fazit: Flexible Technik für innovative Robotik


Vacuum Casting kombiniert Designfreiheit, Materialvielfalt und Wirtschaftlichkeit in einem Verfahren.
Durch die Möglichkeit, Verstärkungselemente oder Magnete direkt einzubetten, entstehen hochfunktionale Bauteile, die den Anforderungen moderner Robotiksysteme gerecht werden.
Ob Gehäuse, Halterung oder flexible Verbindung: Der Vakuumguss ermöglicht massgeschneiderte Lösungen mit seriennaher Qualität und bietet so eine ideale Basis für die Entwicklung innovativer Robotiksysteme.

3D-gedruckte Brillen Post-Processing Oberfläche und Färbung
23. April 2026
Learnings im Post-Processing von 3D-gedruckten Brillen: So werden Oberfläche, Farbe und Prozesse zum entscheidenden Faktor für Markterfolg.
Open House Day 2026 at Rapid Manufacturing AG showcasing robotics
31. März 2026
Einladung zum Tag der offenen Tür bei Rapid Manufacturing AG – entdecken Sie das diesjährige Thema Robotik und innovative Technologien.
Brillenrahmen auf einem modernen Display in einer optischen Ausstellung
6. März 2026
Ein inspirierender Blick auf die Branche: In den letzten Wochen durften wir zwei der wichtigsten Branchenplattformen besuchen: die OPTI in München und die MIDO in Mailand . Wie jedes Jahr war es inspirierend zu sehen, mit welcher Kreativität, Innovationskraft und Leidenschaft sich die Eyewear-Branche präsentiert. Mut zur Innovation: Neue Formen, Materialien, Oberflächen: Die Eyewear-Branche ruht sich nicht aus. Sie entwickelt sich ständig weiter, gestalterisch, technisch und auch in ihrem Selbstverständnis. Viele Labels zeigen Mut zu neuen Ideen: neue Formen innovative Materialien besondere Oberflächen Gleichzeitig ist auf beiden Messen eine klare Markenpositionierung spürbar. Die Stimmung war positiv, fokussiert und professionell. Gespräche waren substanziell, Ideen konkret und Perspektiven realistisch aber ambitioniert. Für uns als Fertigungspartner ist genau das der Nährboden für spannende Projekte. 3D-Druck: Mehr als nur Technologie: Wenn über 3D-gedruckte Brillen gesprochen wird, steht oft zunächst der Druckprozess im Mittelpunkt. Natürlich braucht es dafür einen leistungsfähigen Maschinenpark und wir sind stolz darauf, dass wir in diesem Bereich sehr gut aufgestellt sind. Mit unseren SLS-Systemen produzieren wir hochpräzise Brillenrahmen und Bügel in reproduzierbarer Qualität, sowohl für Kleinserien als auch für skalierbare Produktionen. Doch die eigentliche Zauberkompetenz beginnt nach dem Druck.
Weitere Beiträge