Robotik und Kleinserienfertigung: Effizienz durch additive Fertigung (3D-Druck)

Die Robotik entwickelt sich mit hoher Geschwindigkeit weiter. Systeme werden komplexer, stärker individualisiert und müssen in immer kürzeren Produkt- und Designzyklen realisiert werden. Besonders in der Kleinserienfertigung in der Robotik stossen klassische Herstellungsverfahren dabei zunehmend an ihre Grenzen.


Die additive Fertigung (3D-Druck) eröffnet hier neue Möglichkeiten, nicht nur im Prototyping, sondern auch für funktionale Bauteile und wirtschaftlich skalierbare Kleinserien.


Additive Fertigung vs. konventionelle Fertigung in der Robotik

In der industriellen Robotik bleibt die konventionelle Fertigung ein zentraler Bestandteil, insbesondere bei hochbelasteten oder hochpräzisen Komponenten. Gleichzeitig zeigt sich jedoch eine klare Grenze, wenn es um komplexe Geometrien und schnelle Designanpassungen geht.


Die additive Fertigung bietet hier entscheidende Vorteile für moderne Robotiksysteme und Kleinserienproduktion:


  • Realisierung komplexer Geometrien ohne Werkzeugkosten
  • Integration mehrerer Funktionen in einem Bauteil (Design-for-Additive-Manufacturing)
  • Reduzierung der Bauteilanzahl und vereinfachte Montageprozesse
  • Schnellere Designanpassungen und verkürzte Validierungsphasen
  • Effizientere Umsetzung in der Kleinserienfertigung


Gerade in der Robotik sind Gewicht, Bauraum und funktionale Integration entscheidende Faktoren. Materialien wie PA12 (Polyamid) ermöglichen dabei robuste, industrielle Bauteile, die nicht nur für Prototypen geeignet sind, sondern bereits seriennah eingesetzt werden können.


Praxisbeispiel: Additive Fertigung in der Robotik - ORBIT Robotics (ETH Zürich)

Ein aktuelles Beispiel aus der Robotikforschung ist das Projekt ORBIT Robotics der ETH Zürich.

ORBIT entwickelt fortschrittliche robotische Systeme für anspruchsvolle, dynamische Anwendungen. Im Fokus steht ein agiler Hardware-Entwicklungsansatz, bei dem 3D-Druck gezielt zur schnellen Umsetzung und Anpassung von Komponenten eingesetzt wird.

3D-gedrucktes strukturelle Robotik-Bauteile aus dem ETH Zürich ORBIT Robotics Projekt zur schnellen Iteration in der Roboterentwicklung.

Additive Fertigung unterstützt das Projekt insbesondere durch:


  • schnelle Realisierung und Modifikation mechanischer Bauteile
  • verkürzte Prototypen- und Testphasen im Robotik-Engineering
  • flexible Anpassung von Struktur- und Funktionselementen


Damit wird additive Fertigung zu einem zentralen Werkzeug für Rapid Prototyping in der Robotik und eine deutlich beschleunigte Hardware-Validierung.


Fazit:

Die additive Fertigung hat sich in der Robotik längst als strategischer Enabler etabliert, der Innovationsgeschwindigkeit und Designfreiheit deutlich erweitert.  In Kombination mit konventionellen Verfahren entstehen dadurch leistungsfähige und robuste Produktionsstrategien für moderne Robotiksysteme.


Rapid Manufacturing AG unterstützt Unternehmen dabei, 3D-Druck gezielt in der Robotikentwicklung und Kleinserienproduktion einzusetzen – für schnellere Produktreife, optimierte Kostenstrukturen und höhere technische Flexibilität.


22. Mai 2026
Am 26. Juni in Rümlang: Robotik, additive Fertigung und Innovation erleben!
19. Mai 2026
Ein starkes Netzwerk für anspruchsvolle Fertigungsprojekte
3D-gedruckte Brillen Post-Processing Oberfläche und Färbung
23. April 2026
Learnings im Post-Processing von 3D-gedruckten Brillen: So werden Oberfläche, Farbe und Prozesse zum entscheidenden Faktor für Markterfolg.
Weitere Beiträge